Die Region zeigt Kompetenz

Fachpack: Unternehmen aus Heilbronn-Franken ziehen positive Messe-Bilanz

Über 30 Verpacker präsentierten in Nürnberg ihre Neuheiten. Das Fazit der „Hidden Champions“: Zulauf und Resonanz  waren ein weiteres Mal – beinahe fachpacktypisch – äußerst zufriedenstellend. MARIUS STEPHAN

Nürnberg/Region. Die Fachpack gilt zwar als „kleiner Bruder“ der Branchentreffs Achema und Interpack, jedoch hat dieMesse in Nürnberg in den vergangenen Jahren deutlich an Bedeutung gewonnen. Kein Wunder: Rund 1500 Aussteller – davon über 30 aus der Region – finden an der Noris eine Plattform, die ihnen Zugang zu rund 35 000 fachkundigen Besuchern bietet. Allein acht Verpackungsspezialisten sind im Verein „Packaging Valley Germany“ organisiert und zeigen ihre Innovationen aus den Bereichen Packstoffe und Packmittel, Packhilfsmittel, Verpackungsmaschinen, Kennzeichnungs- und Markiertechnik, Verpackungsperipherie, Verpackungsdruck und -veredelung und Verpackungslogistik am Gemeinschaftsstand. Packaging-Valley Geschäftsführer Kurt Engel: „Die Stimmung ist gut, der Gemeinschaftsstand hat sich etabliert.“ Engel sieht die Fachpack als die national bedeutendsteMesse für die Verpackungsindustrie.

„Für vieleUnternehmen ist es ein Muss, hier dabei zu sein.“ Dies zeige sich ganz deutlich daran, dass sich dieMesse „von Jahr zu Jahr entwickelt und es immer mehr Aussteller werden – auch aus unserer Region“. Auch Michael Stapf, beim Wolpertshausener Maschinenbauer Stako für den Bereich Steuerungstechnik verantwortlich, bewertet den Auftakt der Messe positiv: „Die Besucherzahlen bei uns sind nicht überwältigend, aber die Qualität der Kontakte ist gut. Die regionale Nähe ist für uns und unsere Kunden gegeben.“ Zudem sei die Fachpack seiner Erfahrung nach eine Messe, bei der nicht die Anzahl der Kontakte entscheidend ist. Reinald Weiss, Inhaber von R.Weiss aus Crailsheim, pflichtet bei: „Wir sind mit dem Verlauf sehr zufrieden und konnten sehr, sehr gute Kontakte knüpfen.“ Das Unternehmen ist seit 20 Jahren an der Noris vertreten. „Für uns ist die Fachpack schon immer Leitmesse gewesen – wegen dem europäischen Publikum“, betont Weiss. Trends sieht er bei den Komplettanlagen. „Der Kunde will alles aus einerHand“, istWeiss überzeugt.

So ließen sich Probleme vermeiden, die dann entstehen, wenn die Produkte während des Verpackens von einerMaschine an die eines anderen Herstellers übergeben werden müssen. „Die Messe ist wirklich gigantisch angelaufen“, freut sich auch Michael Wackler, Kundenbereichsleiter Vertrieb bei Bausch+Ströbel aus Ilshofen. „Ich erwarte mehr Besucher am Stand als letztes Jahr, der Messeauftakt stimmt schon fast euphorisch.“ Für das Unternehmen ist die Fachpack im „messefreien Jahr“ – 2013 finden InterPack und Achema nicht statt – dasMessehighlight, ist Wackler überzeugt. Die Fachmesse in Nürnberg zeichnet vor allem der familiäre Charakter aus: „Es ist hier nicht so überlaufen wie auf den beiden größeren Messen. Außerdem bekommen wir hier mehr Anfragen aus artverwandten Industrien, zum Beispiel dem Nahrungsmittelbereich“, erklärt der Vertriebsspezialist.

Die Region zeigt Kompetenz Fachpack: Unternehmen aus Heilbronn-Franken ziehen positive Messe-Bilanz Die Firma GWE, Betreiberin der dubiosen Internetdatenbank Gewerbeauskunft-Zentrale versucht wieder, den Menschen Geld aus der Tasche zu ziehen. Region. Dazu werden derzeit Briefe verschickt, in denen eine Drohkulisse aufgebaut wird. Auch in der Region Heilbronn-Franken haben Gewerbetreibende diese unliebsame Post erhalten. Auslöser dieser Forderungen, die zum Teil schon Monate zurückliegen, ist einUrteil des Landgerichtes Düsseldorf. Dort hat GWE einen Prozess gewonnen. Mit der Urteilsbegründung sollen nun Gelder eingetrieben werden. Der Crailsheimer Rechtsanwalt Jürgen Hägele, der sich seit Längerem erfolgreich mit den Umtrieben der GWE befasst, rät Betroffenen jedoch zur Gelassenheit: „Das jüngsteUrteil des Landgerichts Düsseldorfhat keinerlei Zahlungspflicht für GWE-Opfer zur Folge.“ Es werde nur festgestellt, dass ein rechtsgültiger Vertrag zustande gekommen ist. „Aber ohne Zahlungspflicht“, betont Hägele. „Mir liegen allein aus dem September 2013 inzwischen 19 Fälle vor, in denen GWEvomGericht in Düsseldorf verurteilt wurde oder bereits anerkannt hat, dass keine Forderungen gegen die Opfer bestehen.“ Die Masche des Unternehmens besteht darin, dass Unternehmen per Brief aufgefordert werden, dem Eintrag ihrer Daten auf der Online-Plattformrasch zuzustimmen. Wird das unterschriebene Formular dann zurückgefaxt, ist das Vertragsverhältnis
perfekt. Dafür werden dann umgehend Rechnungen über mehrere Hundert Euro gestellt. Bei Nichtbezahlung wird eine Drohkulisse aufgebaut.DieDatenbank existiert, hat aber keinen Wert. jüs

Als PDF herunterladen >

Share on FacebookTweet about this on TwitterShare on XingEmail to someone