Studenten aus Wisconsin, USA im Packaging Valley

Künftige Verpackungsspezialisten treffen auf Maschinenbauer

Auf der Interpack 2011 wurde Professor Robert Meisner von der Universität Stout, Wisconsin auf das Packaging Valley aufmerksam. Beeindruckt von der einmaligen Konzentration von Verpackungsmaschinenbauern rund um die Städte Schwäbisch Hall und Crailsheim wurde in Zusammenarbeit mit Packaging Valley Germany e.V. eine Exkursion mit 9 Studenten aus dem Bereich Verpackungstechnik geplant. Drei Tage lang machten sich die angehenden Hochschulabsolventen ein Bild von führenden Unternehmen in der Region.

Facharbeiter und Ingenieure sind das Rückgrat der deutschen Wirtschaft. Die Unternehmen aus dem Packaging Valley sind bis zu 80 % international unterwegs. Vor diesem Hintergrund wird deutlich, warum angehende Spezialisten aus dem In- und Ausland den Unternehmen besonders willkommen sind. Bei Firmenbesuchen in Sulzbach-Laufen, Crailsheim und Schwäbisch Hall bekamen die Besucher einen Eindruck von der technischen Vielfalt und der Innovationskraft der Maschinenbauer.

Die Tour begann im Haus der Wirtschaft in Schwäbisch Hall, dort wurden die Gäste von Kurt Engel, Geschäftsführer des Packaging Valley und von Andreas Prauß, Sprecher des Recruiting – Arbeitskreises und Leiter der Schwäbisch Haller Niederlassung von ITQ begrüßt. Dabei konnten die Studenten auch einiges über die Geschichte der Entwicklung des Militärgeländes Camp Dolan bis zum aufstrebenden Industriegebiet Solpark erfahren. Die Firma ITQ ist vor allem im Bereich EDV und Mechatronik sehr innovativ und hat einen besonderen Schwerpunkt im Bereich Verpackungsmaschinenbau.

Bernd Hansen, Vorsitzender des Vereins Packaging Valley und Geschäftsführer von Kocher-Plastik Maschinenbau stellte sein Unternehmen und die Hansen – Gruppe vor und erzählte, wie aus dem Ein – Mann – Unternehmen seines Vaters Gerhard Hansen eine Unternehmensgruppe mit heute 1 400 Mitarbeiter entstanden ist. Geschäftsführer Martin Schneider beeindruckte die Gäste beim Rundgang durch die Konstruktionsabteilung und durch die Montagehallen von der vielfältigen Technik und der hohen Fertigungstiefe des Unternehmens. Schwerpunkt des Unternehmens ist das sogenannte „Blow-Fill-Seal“ Verfahren, das vor allem bei der Abfüllung von Pharmazeutischen Produkten zum Einsatz kommt.

In Crailsheim konnte Geschäftsführer Reinald Weiss seinen stark wachsenden Betrieb vorstellen. Selten haben externe Besucher die Möglichkeit Einblick in die Montagehallen zu bekommen. Häufig wollen die Kunden nicht, dass die bestellten Maschinen bekannt werden, bevor diese in den Unternehmen Produkte aus den verschiedensten Bereichen verpacken. Gerd Schreyer (Area Sales Manager führte die Studentengruppe durch den Hauptsitz in der Flügelau und die neue 5.000m²-Halle (Werk III) in der Kraftwerkstraße. Vorgestellt wurde auch die Firma Bleichert durch den Geschäftsführer Anton Schirle, ein Tochterunternehmen der Firma R.Weiss, mit Sitz in Osterburken, das zunehmend für den Verpackungsmaschinenbereich produziert. Zwischenzeitlich zählen ca. 600 Mitarbeiter zur Firmengruppe.

Bei Optima in Schwäbisch Hall wurden die Studenten von Cody Uhrhammer, Sales Manager von Optima in Green Bay, USA begrüßt und durch das Unternehmen begleitet. Als Absolvent der Verpackungstechnik an der Universität Stout, konnte er sich besonders gut auf die Studenten einstellen und viele Fragen beantworten. Bei Optima Pharma und Optima Consumer im Solpark wurde deutlich, warum dieses Unternehmen zu den Weltmarktführern der Branche gehört. Bis zum letzten Quadratmeter sind die Montagehallen mit Abfüll- und Verpackungsmaschinen im Bau belegt. Das große Baustellenschild mit dem Titel Optima 2022 zeigt die Vision, wo das Unternehmen in 10 Jahren stehen möchte. Beim Besuch im Werk im Gewerbegebiet West wurden weitere Maschinentypen aus dem Bereich Nonwovens gezeigt. Maschinen, die in Rekordgeschwindigkeit Windeln, Damenbinden, Toilettenpapier oder andere Papierhygieneartikel abpacken können. Bei einer abschließenden Fragerunde der Studenten mit den Optima Experten wurde deutlich, dass gerade die Präzision und die Hochleistung der deutschen Anlagen für Begeisterung gesorgt haben.

Bei Besuchen in der Haller Altstadt, im Freilandmuseum in Wackershofen, oder in der Haller Johanitterkirche konnten die amerikanischen Gäste auch erkennen, dass Kultur, Menschen und Landschaft ein wichtiges Bindeglied im Packaging Valley ist. Der Besuch endete mit Eindrücken vom Kuchen- und Brunnenfest am Pfingstwochenende und mit dem Versprechen von Professor Robert Meisner und den Studenten, dass man sich spätestens im Oktober 2012 auf dem Stand von Packaging Valley auf der Pack Expo in Chicago wieder treffen werde. Danach begann das touristische Programm, die Gruppe macht noch Station in Rothenburg/Tauber und in Heidelberg, dort soll auch das Deutsche Verpackungsmuseum besucht werden.

Die Beteiligten waren sich einig, dass dieser Besuch ein Anfang sein soll, der in folgenden Jahren mit Studenten der Uni Stout fortgesetzt werden sollte. Die „University of Wisconsin – Stout“ wurde 1891 in Menomonie, Wisconsin gegründet und wird derzeit von mehr als 9300 Studenten besucht. Seit 1971 hat die Universität ein spezielles Profil. Studierende sollen in enger Abstimmung mit der Wirtschaft an einen Abschluss herangeführt werden.

Schwäbisch Hall, 29.05.2012

Rückfragen:
Kurt Engel
Geschäftsführer
Packaging Valley Germany e.V.
Stauffenbergstr. 35 -37
74523 Schwäbisch Hall
kurt.engel@packaging-valley.com
wwww.packaging-valley.com
Mobil: 0160 9722 1321

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