Packaging Valley Nachhaltigkeitstag 2026

Datum: 28.07.2026 - 28.07.2026

Ort: Stuttgart, Deutschland

Webseite:

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Der Packaging Valley Nachhaltigkeitstag 2026 bietet ein wichtiges Forum für den Verpackungsmaschinenbau, dessen Anwender und ihre Wertschöpfungskette. Die Veranstaltung bietet eine Plattform für Impulse, den Austausch und die Diskussion rund um das Thema Nachhaltigkeit in der Verpackungstechnik.

 

Welche Nachhaltigkeitsaspekte sind in Zukunft für den Verpackungsmaschinenbau relevant? Wo stehen wir in der aktuellen wirtschaftlichen Situation? Diese Veranstaltung bietet eine einzigartige Plattform, um sich gemeinsam mit anderen Expertinnen und Experten über die Zukunft unserer Branche im Kontext der Nachhaltigkeit intensiv auszutauschen.

 

Programm & Ablauf:

Download: Überblick Packaging Valley Nachhaltigkeitstag 2026

 

08:30 Uhr Einlass, Registrierung & Ankommen bei Kaffee
09:00 Uhr Begrüßung zum Packaging Valley Nachhaltigkeitstag 2026
Haiko Krais / Harro Höfliger, Etienne Graf / Packaging Valley
09:30 Uhr Materialwandel in der Verpackung: Barrieren und die wachsende Rolle faserbasierter Lösungen
Prof. Dr.-Ing. Michael Herrenbauer / Hochschule der Medien Stuttgart
10:00 Uhr Nachhaltigkeit braucht Kontext. Verpackungen müssen ganzheitlich und in ihrem Umfeld betrachtet werden.
Uwe Melichar / touch Design Ltd.
10:30 Uhr Kaffeepause
11:00 Uhr Integration neuer Materialien: Implikationen auf Verpackungsmaschinen
Reinholt Schlechter / Schneider Electric GmbH
11:30 Uhr Vorstellung der Workshops
11:45 Uhr Workshops
  • PCF-Datenmanagement: Der Weg zur automatisierten Bilanzierung
  • PPWR-konforme Verpackungslösungen – Technologien, Materialien und Prozesse im Praxischeck
  • Forschungsprojekte zu nachhaltigen Verpackungen
  • Wirtschaftliche Relevanz von Nachhaltigkeitsdaten
12:30 Uhr Mittagspause & Netzwerken
13:30 Uhr Papier oder Kunststoff? Nachhaltige Pharma-Verpackungslösungen für Parenteralia
Michael Gensheimer / Rotzinger PharmaPack GmbH
14:00 Uhr Nachhaltigkeit ohne digitale Zwillinge ist eine Illusion
Alessandro Grizzetti / SMC Schweiz AG
Prof. Dr.-Ing. Hans Wernher van de Venn / ZHAW School of Engineering
14:30 Uhr Workshops
  • PCF-Datenmanagement: Der Weg zur automatisierten Bilanzierung
  • PPWR-konforme Verpackungslösungen – Technologien, Materialien und Prozesse im Praxischeck
  • Forschungsprojekte zu nachhaltigen Verpackungen
  • Wirtschaftliche Relevanz von Nachhaltigkeitsdaten
15:15 Uhr Kaffeepause & Netzwerken
15:30 Uhr Nachhaltigkeit wird zur Datenfrage – was bedeutet das für die Wertschöpfungskette und den Maschinenbau?
Referent folgt
16:00 Uhr Nachhaltigkeit im Verpackungsmaschinenbau: Kostenfaktor oder Wettbewerbsvorteil?
Dr. Daniel Bornemann / Simon-Kucher & Partners
16:30 Uhr Podiumsdiskussion
16:50 Uhr Summary & Ausblick

 

 

Veranstaltungsinfos kompakt:

 

Termin:    28. Juli 2026  | 9:00 - 17:00 Uhr (Einlass ab 8:30 Uhr)
Kosten:    249 €, Teilnehmende aus Mitgliedsunternehmen: 99 €
Interessengruppe: Nachhaltigkeitsverantwortliche, Geschäftsführende, Strategisches Management, Hersteller & Anwender, Mitgliedsunternehmen des Packaging Valley / Externe Interessenten
Location: Hochschule der Medien, Nobelstraße 10, 70569 Stuttgart


Flyer:    Veranstaltungsflyer herunterladen

Anmeldung: >> Packaging Valley Nachhaltigkeitstag 2026

 

 

 

Keynotes:

(Ausführliche Beschreibung der Inhalte untenstehend)

 

 

Materialwandel in der Verpackung: Barrieren und die wachsende Rolle faserbasierter Lösungen

Prof. Dr.-Ing. Michael Herrenbauer, Studiendekan Technisches Produktmanagement - technisches Design, Hochschule der Medien Stuttgart

 

Prof. Dr.-Ing. Michael Herrenbauer verfügt über langjährige Erfahrung in Industrie und Forschung. Nach Stationen in der Forschung und Produktentwicklung bei Fresenius Medical Care liegt sein Fokus heute auf nachhaltigen Verpackungen, funktionalen Beschichtungen und Barrieretechnologien.

Als Professor für technisches Produktdesign an der Hochschule der Medien Stuttgart verbindet er anwendungsnahe Forschung mit industrieller Praxis, insbesondere im Bereich neuer Materiallösungen und deren Umsetzung in funktionalen Beschichtungen und Barrieretechnologien. Als Studiendekan gestaltet er zudem die Weiterentwicklung der akademischen Ausbildung im Bereich Verpackung und technisches Produktmanagement aktiv mit.

 

 

Nachhaltigkeit braucht Kontext. Verpackungen müssen ganzheitlich und in ihrem Umfeld betrachtet werden.

Uwe Melichar, Partner Europe, touch Design Ltd.

 

Uwe Melichar ist ‚Partner Europe‘ bei der Agentur TOUCH in High Wycombe bei London. Bei der globalen Agentur für Structural Packaging Innovation bringt er seine Expertise als Designer ein und sorgt für neue Kontakte in Europa. Er studierte Kommunikationsdesign an der Muthesius Kunsthochschule in Kiel und führe als geschäftsführender Gesellschafter über mehr als 20 Jahre die Markenagentur FACTOR. Im Jahr 2020 gründete sein Unternehmen MELICHAR Bros., das er über 4 Jahre leitete. Uwe Melichar realisierte in seiner Karriere u.a. Projekte für adidas, Nestlé, Bosch, C&A, Gardena, o2 und Miele.

Gemeinsam mit seinen Englischen Kollegen entwickelt er heute Verpackungen für Kunden in Japan, China, den USA und verschiedenen europäischen Ländern. Darüber hinaus gibt er seine Expertise als Dozent an mehreren Universitäten, wie beispielsweise an der Universität Augsburg und der CYUT in Taiwan an den Nachwuchs weiter. Er ist in der Jury des Red Dot und des Deutschen Verpackungspreises, ‚lifetime member‘ des Type Directors Club in New York sowie Vizepräsident der European Brand & Packaging Design Association (epda).

 

 

Integration neuer Materialien: Implikationen auf Verpackungsmaschinen

Reinholt Schlechter, Segment Leiter CPG (Consumer Packaged Goods), Schneider Electric GmbH

 

Reinholt Schlechter ist ein erfahrener Experte für Automatisierungstechnik mit über 20 Jahren Tätigkeit im Bereich Verpackungsmaschinen. Nach seinem Studium der Elektrotechnik (Dipl.-Ing.) war er zunächst weltweit in der Inbetriebnahme tätig und sammelte umfassende Erfahrung in unterschiedlichsten Anwendungen und mit verschiedenen Lieferanten.

2006 wechselte er zu Schneider Electric, wo er als Applikationsingenieur im Bereich Verpackungsmaschinen startete. Seit 2010 ist er im Vertrieb tätig und verantwortet seit 2018 als Marketing Segment Leader den Bereich Consumer Packaged Goods (CPG). In dieser Rolle unterstützt er den Vertrieb insbesondere bei Zukunftsthemen wie Industrie 4.0, Künstliche Intelligenz und aktuellen Branchentrends.

 

 

Papier oder Kunststoff? Nachhaltige Pharma-Verpackungslösungen für Parenteralia

 

Michael Gensheimer, Head of Product Management & Business Development, Rotzinger PharmaPack GmbH

 

Michael Gensheimer ist seit 2025 Produktmanager bei Rotzinger PharmaPack und ein Geschäftsentwickler mit über 25 Jahren internationaler Erfahrung für nachhaltige Innovationen von Verpackungstechnik und Verpackungen im Lebensmittel- und Pharmamarkt. Rotzinger Pharmapack ist führend für Pharma Kartonierlösungen, vor allem in Kombination mit nachhaltigen Inlays aus Karton, dem Eco Save Pack.

In seiner frühen Arbeit seit 2000 in R&D und als globaler Produktmanager bei Bosch Verpackungstechnik betreute er zahlreiche Markteinführungen für VFFS Verpackungssysteme, unter anderem ein Verpackungsmodul für Schlauchbeutel aus Papier. Nach einem 4-jährigen USA Aufenthalt stärkte Michael ab 2016 als Global Account Manager die Partnerschaften durch gemeinsame Innovationen mit den FMCG Herstellern Mars und Unilever. Aus dieser Funktion wechselte er in das neu geschaffene Sustainability Team bei Syntegon. Dort entwickelte er ein Beratungs- und Workshopmodell für umweltfreundliche Verpackungen und schuf damit Mehrwert für globale FMCG-Hersteller, die nach nachhaltigen Lösungen suchten – von der Spezifikation über den Proof of Concept bis hin zum Regal, unter Einbeziehung von PPWR- und Recycling-Aspekten. Seit seinem Eintritt bei Rotzinger PharmaPack ist einer seiner Fokusthemen die Geschäftsentwicklung nachhaltiger Lösungen sowohl für Verpackungstechnik als auch der Verpackungen selbst.

 

 

Nachhaltigkeit ohne digitale Zwillinge ist eine Illusion


Alessandro Grizzetti, Head of Digital Business, EMEA Region, SMC Schweiz AG & Prof. Dr.-Ing Hans Wernher van de Venn, Professor, ZHAW School of Engineering
 

Alessandro Grizzetti ist erfahrener Experte für industrielle Automation und Digitalisierung mit internationalem Hintergrund und über 25 Jahren Erfahrung in Marketing, Business Development und Technologie. Fokus auf digitale Zwillinge, Data-Driven Manufacturing sowie Nachhaltigkeit und Energieeffizienz in der Industrie. Heute verantwortlich für den Aufbau digitaler Geschäftsmodelle im Umfeld Industrie 4.0 und aktiver Treiber von Themen wie Digitaler Produktpass und ESG-Optimierung.

 

Prof. Dr.-Ing. Hans Wernher van de Venn ist ein international erfahrener Experte für Mechatronik, Automatisierung und industrielle Digitalisierung. Er studierte Maschinenbau und promovierte an der RWTH Aachen, bevor er über zehn Jahre in verschiedenen Industrieunternehmen tätig war. Seit 2005 ist er Professor am Institut für Mechatronische Systeme der ZHAW in Winterthur, das er über 20 Jahre leitete.
Er ist Co-Initiator und Leiter des Kompetenzzentrums für Automation und Digitalisierung, einer Public-Private-Partnership mit der Industrie, und treibt dort die Entwicklung innovativer Lösungen in den Bereichen Industrie 4.0, digitale Zwillinge und KI-basierte Produktionssysteme voran. Seit 2026 ist er zudem Präsident und Scientific Director des European Institute for Robotics, Automation & Resilient Systems (EIRAS).
Seine Arbeit verbindet wissenschaftliche Exzellenz mit industrieller Umsetzung. Er hat über 70 Publikationen veröffentlicht und zahlreiche Auszeichnungen erhalten, darunter den Swiss Technology Award und den Robotics Award der Hannover Messe. Neben seiner Forschung engagiert er sich stark in internationalen Netzwerken und Initiativen zur Zukunft der Produktion und industriellen Innovation.

 

 

Nachhaltigkeit im Verpackungsmaschinenbau: Kostenfaktor oder Wettbewerbsvorteil?

Dr. Daniel Bornemann, Senior Partner, Member of the Board, Simon-Kucher & Partners

 

Daniel Bornemann ist spezialisiert auf strategische Fragestellungen im B2B-Umfeld. Er blickt auf über 20 Jahre Beratungs- und Industrieerfahrung zurück. Er verantwortet insbesondere die Beratung von Unternehmen in der Verpackungsindustrie und unterstützt diese dabei, profitables Wachstum in zunehmend komplexen und dynamischen Märkten zu realisieren.

Sein Fokus liegt auf der Entwicklung und Umsetzung von Wachstumsstrategien entlang der zentralen Hebel Strategie, Vertrieb und Pricing. Dabei verbindet er tiefes Branchenverständnis mit analytischer Expertise. Ein besonderer Schwerpunkt seiner Arbeit liegt im Bereich der Monetarisierung von Nachhaltigkeit.

Daniel Bornemann begleitet internationale Industrieunternehmen von der strategischen Konzeption bis zur operativen Umsetzung und legt dabei großen Wert auf messbare Ergebnisse. Durch seine langjährige Erfahrung kennt er die spezifischen Herausforderungen im Verpackungsmaschinenbau ebenso wie die Anforderungen von Nachhaltigkeitsmanagement. Dr. Bornemann studierte und promovierte im Bereich Wirtschaftswissenschaften an der Universität Hannover.

 

 

 

Workshops:

 

PCF-Datenmanagement im Maschinen- und Anlagenbau: Von der Datengrundlage zur automatisierten Bilanzierung

Johanna Meier, M.Sc., wissenschaftliche Mitarbeiterin, Universität Stuttgart & Fraunhofer IBP: Abteilung Ganzheitliche Bilanzierung

 

Johanna Meier ist wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Gruppe „Werkstoffe und Produktsysteme" der Abteilung Ganzheitliche Bilanzierung (GaBi) und arbeitet im S-TEC Zentrum für klimaneutrale Produktion und ganzheitliche Bilanzierung. Nach ihrem Bachelorstudium im Maschinenbau an der Hochschule Karlsruhe schloss sie ihren Master in Umweltschutztechnik an der Universität Stuttgart ab.

Seit 2020 beschäftigt sie sich mit den Themen Verpackungen und Kreislaufwirtschaft sowie mit Data Science im Kontext der Automatisierung von Ökobilanzen (LCA). In diesem Zeitraum hat sie sich umfassende Expertise an der Schnittstelle zwischen Nachhaltigkeitsbewertung und Datenanalyse aufgebaut. Ihre Themenschwerpunkte liegen entsprechend in der Nachhaltigkeitsbewertung von Verpackungslösungen sowie in der Entwicklung datengetriebener Ansätze zur Automatisierbarkeit von LCA-Prozessen.

 

Von der Idee zur PPWR-konformen Verpackungslösung – Technologien, Materialien und Prozesse im Praxischeck

Dr.-Ing. Christiane Otto, Wissenschaftliche Mitarbeiterin, & Jonas Peter, Wissenschaftlicher Mitarbeiter,
Abteilung Verpackungs- und Verarbeitungstechnologie, Fraunhofer-Institut für Verfahrenstechnik und Verpackung IVV - Institutsteil Verarbeitungstechnik

 

Dr.-Ing. Christiane Otto arbeitet seit 2022 am Fraunhofer-Institut für Verfahrenstechnik und Verpackung IVV am Standort in Dresden als wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Arbeitsgruppe Materialprüfung und Überwachungstechnik der Abteilung Verpackungs- und Verarbeitungstechnologien. Mit Ihrem fachlichen Schwerpunkt im Bereich der Verarbeitung kunststoff- und faserbasierter Packstoffe sowie Verpackungsentwicklung beschäftigt sie sich u.a. mit den sowohl designtechnischen als auch funktionalen Anforderungen neuer, nachhaltiger Verpackungslösungen. Zugleich stellt Sie dabei eine möglichst beschädigungsfreie Verarbeitung der Packstoffe in schnelllaufenden und hochdynamischen Prozessen, wie dem Schlauchbeutelprozess, in den Vordergrund.

Christiane Otto studierte Verarbeitungs- und Verfahrenstechnik in den Vertiefungsrichtungen Verpackungstechnik und Produktdesign an der Fakultät Maschinenwesen der technischen Universität Dresden. Als wissenschaftliche Mitarbeiterin der Professur Verarbeitungsmaschinen/ Verarbeitungstechnik der Technischen Universität Dresden leitete und bearbeitete Sie dann unterschiedliche Entwicklung- und Forschungsprojekte sowie Industriethemen im Bereich Verpackungen aus Verbundfolien durch Halbierung des Materialeinsatzes, Abzugskraftoptimierung in Schlauchbeutelmaschinen und Maschinengängigkeit kreislauffähiger flexibler Packstoffe.

2019 promovierte Sie zum Thema „Schonende Verarbeitung von Packstoffen mit anorganischer Barriereschicht“ und gestaltete auch die Lehre inhaltlich aktiv mit. Die kontinuierliche Erweiterung der eigenen Erkenntnisse zu bestehenden und noch zum Teil unbekannten Wirkzusammenhängen im komplexen Wirkdreieck „Packstoff - Maschine/Prozess – Mensch“ treiben Sie in Ihrer Arbeit weiter an.

Jonas Peter arbeitet seit 2025 am Fraunhofer-Institut für Verfahrenstechnik und Verpackung IVV am Standort in Dresden als wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Arbeitsgruppe Materialprüfung und Überwachungstechnik der Abteilung Verpackungs- und Verarbeitungstechnologien. Mit seinem fachlichen Schwerpunkt im Bereich faserbasierter Verpackungsmaterialien beschäftigt er sich u.a. mit dem Verarbeitungs-/Umformungsverhalten dieser Materialien, den technischen Anwendungsgebieten beschichteter Papiere sowie mit speziellen Faser- und Barriereformulierungen, z.B. in 3D-Formteilen – immer mit dem Ziel eines beschädigungsfreien Umformergebnisses.

Jonas Peter hat an der DHBW Karlsruhe im Bachelor „Papiertechnik“ und an der Hochschule München im Master „Paper Technology“ studiert (Duales Studium). Bereits während des Studiums arbeitete er bei der Koehler Paper SE als Prozessingenieur und daran anschließend weitere 1,5 Jahre bei der Koehler Innovation & Technology GmbH als Produktentwickler. Bereits hier entwickelte er innovative, funktionale Papierprodukte mit Fokus auf Barriereformulierungen. Eine maximale Umformung faserbasierter Materialien unter minimalen Materialeinsatz bei zugleich maximalem Produktschutz treiben ihn dabei in seiner Arbeit an. Dabei stellt er sich gern den aktuellen Anforderungen, wie der PPWR.

 

 

 

Themenbeschreibungen der Keynotes

 

Materialwandel in der Verpackung: Barrieren und die wachsende Rolle faserbasierter Lösungen (Prof. Dr.-Ing. Michael Herrenbauer)

Der Beitrag gibt eine kompakte Einordnung aktueller Forschung für Verpackungsmaterial im Spannungsfeld von Regulierung (insb. PPWR), Recyclingfähigkeit und CO₂-Anforderungen. Im Fokus steht dabei der Zielkonflikt zwischen Produktschutz und Recyclingfähigkeit – insbesondere die Rolle von Barrieren sowie bestehende Lösungsansätze und deren Grenzen. Zudem wird aufgezeigt, warum faserbasierte Verpackungen zunehmend an Bedeutung gewinnen, welche Treiber dahinterstehen und wo aktuelle Restriktionen liegen. Einblicke in die Forschung der HdM verdeutlichen, welche Auswirkungen diese Entwicklungen auf Materialien, Prozesse und den Verpackungsmaschinenbau haben. Abschließend wird die Weiterentwicklung des Studiengangs von Verpackungstechnik hin zu „Technisches Produktmanagement – technisches Design“ vorgestellt und die inhaltliche Neuausrichtung skizziert.

 

Nachhaltigkeit braucht Kontext. Verpackungen müssen ganzheitlich und in ihrem Umfeld betrachtet werden. (Uwe Melichar)

Es ist die zentrale Aufgabe einer Verpackung das Produkt zu schützen. Aber sie muss mehr leisten und sie muss im produzierbar, befüllbar, transportierbar und verkaufsfähig sein. Dabei spielen alle Prozesse entlang der ganzen Wertschöpfungskette eine Rolle. Und am Ende stehen die Konsumentinnen und Konsumenten, – sie erwarten eine attraktive, funktionierende, kommunizierende und kreislauffähige Verpackung.

 

Integration neuer Materialien: Implikationen auf Verpackungsmaschinen (Reinholt Schlechter)

Der Vortrag beleuchtet die Transformation von Kunststoff- hin zu papierbasierten Verpackungslösungen aus technologischer und industrieller Perspektive. Auf Basis praktischer Einblicke werden zentrale Nachhaltigkeitsaspekte entlang der Wertschöpfungskette eingeordnet – von Materialanforderungen und Recyclingfähigkeit bis hin zu technischen Herausforderungen sowie wirtschaftlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen im Verpackungsmaschinenbau.

 

Papier oder Kunststoff? Nachhaltige Pharma-Verpackungslösungen für Parenteralia (Michael Gensheimer)

Wie können Pharma Verpackungen nachhaltiger gestaltet werden, ohne dabei die OEE zu reduzieren oder Produkt-Sicherheit zu gefährden? Anhand eine use-cases für Parenteralia werden herkömmliche Kunststoff-Inlays und innovative Karton-Alternativen hinsichtlich unterschiedlichen Aspekten wie zB Applikationsentwicklung, Material, Maschinenkompatibilität, PPWR und Entsorgung beleuchtet. Das reale Beispiel veranschaulicht, wie sich diese umweltfreundlichen Lösungen erfolgreich in Produktionslinien integrieren lassen.

 

Nachhaltigkeit ohne digitale Zwillinge ist eine Illusion (Alessandro Grizzetti, Prof. Dr.-Ing Hans Wernher van de Venn)

Im Verpackungsmaschinenbau steigen die Anforderungen an Transparenz, Rückverfolgbarkeit und Kreislauffähigkeit deutlich. Treiber sind regulatorische Vorgaben wie die PPWR sowie steigende Erwartungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette bis hin zum Betreiber und Endkunden.
In der Praxis fehlt häufig eine durchgängige Datengrundlage. Materialien, Komponenten und Prozesse lassen sich über den gesamten Lebenszyklus hinweg nicht konsistent abbilden und auswerten.
Der Vortrag zeigt, wo die zentrale Herausforderung liegt. Nachhaltigkeit im Verpackungsbereich scheitert meist nicht an einzelnen Technologien. Sie scheitert an der fehlenden Verknüpfung von Daten entlang der Wertschöpfungskette. Das betrifft Komponentenhersteller, Maschinenbau und Anwender gleichermaßen.
Digitale Zwillinge schaffen hier die Grundlage. Die Asset Administration Shell, kurz AAS, bietet ein standardisiertes und maschinenlesbares Modell. Damit lassen sich Informationen zu Maschinen, Komponenten und Materialien strukturiert erfassen und systemübergreifend verfügbar machen. Der Digitale Produktpass wird als konkrete Anwendung und als regulatorischer Treiber eingeordnet.
Anhand von Beispielen wird gezeigt, wie sich technische Transparenz herstellen lässt. Gleichzeitig können Anforderungen von Betreibern und Endkunden besser erfüllt werden. Dazu gehören Nachweise, Reporting und die Bewertung von Kreislauffähigkeit.
So entsteht erstmals eine durchgängige Datengrundlage über den gesamten Lebenszyklus. Das ist die Voraussetzung für nachvollziehbare und belastbare Nachhaltigkeit.

 

Nachhaltigkeit im Verpackungsmaschinenbau: Kostenfaktor oder Wettbewerbsvorteil? (Dr. Daniel Bornemann)

Nachhaltigkeit ist neben volatilen Kosten und Überkapazitäten das zentrale Thema in der Verpackungsindustrie. Auf Seiten der Hersteller von Verpackungsmaterial ist es allgegenwärtig, wenn es auch oft an der Monetarisierung hapert. Doch was sind die Implikationen für Maschinenbauer? Was sind die zentralen Kriterien? Und lässt sich Nachhaltigkeit erfolgreich monetarisieren?

 

 

Themenbeschreibungen der Workshops

 

PCF-Datenmanagement im Maschinen- und Anlagenbau: Von der Datengrundlage zur automatisierten Bilanzierung

Die Berechnung des Product Carbon Footprint (PCF) im Maschinen- und Anlagenbau steht und fällt mit einer belastbaren Datengrundlage entlang komplexer, oft globaler Wertschöpfungsketten. Im Workshop wollen wir gemeinsam mit den Teilnehmenden aktuelle Herausforderungen und Probleme bei der Datenerhebung diskutieren und Erfahrungen austauschen, insbesondere zu Automatisierungsmöglichkeiten und dem Einsatz von Datenbanken. Anhand praxisnaher Beispiele – auch aus unserem ESG-Daten-Projekt – bringen wir konkrete Ansätze ein, wie sich die PCF-Datenerfassung vereinfachen und skalierbar machen lässt. Ziel ist ein offener Austausch, der allen Teilnehmenden praxisnahe Einblicke, bewährte Methoden und Klarheit über sinnvolle nächste Schritte für ihre eigene Datenstrategie liefert.

 

Von der Idee zur PPWR-konformen Verpackungslösung – Technologien, Materialien und Prozesse im Praxischeck

In dieser interaktiven Workshop-Session bringen Teilnehmende ihre konkreten Herausforderungen rund um die Verarbeitung nachhaltiger Materialien in den direkten Dialog – von Monoverbunden, Rezyklaten über faserbasierte Werkstoffe bis hin zu Lösungen mit Fokus auf Materialreduktion und -substitution. Die Teilnehmenden erhalten konkrete Orientierung, wie Prozessfenster definiert, Materialien systematisch auf ihre Verarbeitbarkeit hin geprüft und durch Inlinemesstechnik stabile, effiziente Prozesse gesichert werden können. Beide Workshopslots bieten den Teilnehmenden praxisnahe Impulse für die eigene Entwicklungs- und Optimierungsarbeit sowie die Möglichkeit des direkten Austausches mit den Experten des Fraunhofer IVV, Dr. Christiane Otto und Jonas Peter.

 

 

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Hinweis: Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird im Folgenden die gleichzeitige Verwendung
von weiblicher und männlicher Sprachform gewählt. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten
gleichermaßen für alle Geschlechter.